* Abendkasse / Vorverkauf

Berni Wagner: Babylon!


Fr, 01.03. // 20:00 // € 15,- / 13,-*

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Sieben Jahre in der Großstadt. Und je länger Berni hier wohnt, desto mehr leidet er am Gegenteil von Fremdenhass: Er mag niemanden mehr, den er kennt. Deshalb geht er auch mit Leuten, die er nicht kennt, an Orte, zu denen er nicht eingeladen ist und unterhält sich dort in Sprachen, die er nicht spricht, über Themen, von denen er nichts versteht.Sicher, er hat eine Reihe von Problemen – aber Berührungsängste gehören nicht dazu!Vom Horror im Supermarkt über das Bordservice in der U-Bahn bis zu den Aliens im Prater: In "Bablyon!" trifft zähflüssiger Alltag auf urbane Legende. Ein kleines Epos gegen die Vereinsamung. Geschichten, wie sie selbst Berni Wagner nur in Wien passieren können.

"Ebenso fesselnd formulierte wie vorgetragene Großstadtgrotesken über Fremdes und Vertrautes, über Ängste, Wünsche und Süchte." Falter

„Wagner erweist sich erneut als unverwechselbarer Hochdruck-Humorist" Ö1

 

Blonder Engel: Ein bunter Strauß aus Liedern


Do, 14.03. // 20:00 // € 20,- / 18,-*
Fr, 15.03. // 20:00 // € 20,- / 18,-*

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„Seien sie mir jetzt bitte nicht böse,“ betrat Blonder Engel das in Blütenduft getränkte Florenreich des Blumenladens, „aber ich brauche einen total kitschig schiachen Blumenstrauß für ein Foto.“„Ah, einen Fernsehstrauß wollen Sie also!“, antwortete die Verkäuferin, zielsicher zu Feuerlilie und Anthurie greifend. Vollprofi halt. „Darf ich fragen, wofür sie den brauchen?“„Wissen Sie“, entgegnete der Himmlische derweil Calla und Sonnenblume in der ausladenden Opulenz des Bouquets ihren Platz fanden, „ich bin ein Künstler, der sich irgendwo zwischen Musik und Kabarett weigert, Programme zu spielen.“„Wie darf ich das verstehen?“, frug die Dame weiter, während sie mit flinken Fingern die verschiedenfarbigen Gerbera im immer dichter werdenden Strauß arrangierte. „Schauen Sie“, fuhr der Geflügelte fort, „ich bin quasi permanent am Schreiben. Und wenn ich neues Material habe, will ich das auch sofort spielen und ausprobieren können, eh klar. Na, und an einem anderen Abend würde dann vielleicht wieder mal eine alte Nummer besser passen, oder? Und eben genau das möchte ich mir offenhalten und mir die Freiheit bewahren, spontan sein zu dürfen — da ist dann halt ein fixes Programm mit seinem engen Korsett und den Routinefallen entlang des roten Fadens ein bisserl hinderlich, verstehen Sie?“ „Jede Vorstellung ein einzigartiges Erlebnis, wie?“, entgegnete die Verkäuferin und rundete das Bouquet mit Gräsern, Farnen und Blattwerk ab. „Richtig!“ Der Engel strahlte. „Ein kleinkünstlerisches Unikum! Wenn man so will: Ein bunter Strauß aus Liedern, Abend für Abend frisch gepflückt!“„Apropos Strauß“, sagte die Verkäuferin, stolz das Gebinde präsentierend, „Gefällt er Ihnen so?“ „Wunderschön!“, freute sich der Himmlische. „Vielleicht noch ein bisserl Cellophan rundherum? Was meinen Sie?“ „Ja sicher. Eine Manschette. Überhaupt kein Problem.“ Mit ein paar geschickten Handgriffen hatte sie den Strauß im Nu fertig. Der Engel frohlockte. „Was bin ich schuldig?“, fragte er. „Da machen wir 35 geradeaus.“, erwiderte die Verkäuferin. „Dafür bringen’s mir dann aber auch ein Plakat vorbei…“

Fotocredits: Marco Prenninger

Elli Bauer: Stoffsackerlspruch


Fr, 05.04. // 20:00 // € 15,- / 13,-*
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Wir wurden geboren in den 80er Jahren,
da könn ma echt nix dafür.
Wir kennen keine Not, keinen Hunger, kein Leid,
aber habn an Traumfänger und für alles a Gspühr.

Aufgewachsen bin ich in einer Großwohnsiedlung mit Schrebergartenblick, jetzt belagere ich eine kleine Wohnung zwischen Pensionisten und Rollatoren, Studenten-WGs und Wutzltschick. Das wäre an sich lässig genug, aber wenn man da nicht aufpasst und in sich geht, kommen die wichtigen Fragen der Menschheit ganz ungebremst auf einen zu: Wie viele Avocados muss ich essen bis die Aromatherapie wirkt? Warum ist Graz-Jakomini nur halb so groß wie Monaco? Warum läuft bei der Frauenärztin immer Radio Steiermark?

Klein und stark behaart trifft Elli Bauer auf die großen und größeren Herausforderungen des Alltags. Die junge Grazerin tritt mit Gesang, Gitarre, Klavier, Ukulele, Cajon und viel Körpereinsatz gegen einfaches Schubladendenken an und sucht dabei eigentlich nur ihre eigene. Ob es auf die Fragen wirklich Antworten gibt und welches Ikea-Regalsystem für die ausgebildete Sängerin, Tänzerin und Instrumentalistin das richtige ist, verrät ein Abend für alle, die auch gerne über sich selbst lachen und lieber Frühlingsrollen essen als auf einen Berg steigen.

Christoph Fritz: Das jüngste Gesicht


Fr, 31.05. // 20:00 // € 18,- / 16,-*
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Christoph Fritz‘ aktuelles (erstes) Kabarettprogramm [Förderpreis des Österreichischen Kabarettpreises 2018]

"Wunderbar lakonisch, scheinbar naiv, und doch voll hinterfotzigem Witz“ (Ö1). In einem Feuerwerk der pointierten Hoffnungslosigkeit gewährt Christoph Fritz Einblicke in seine Lebensgeschichte und Gedankenwelt. Alles begann in einer kleinen ländlichen Gemeinde, in derVeganismus als Einstiegsdroge zur Homosexualität gilt. Seine Kindheit war geprägt von exzessivem Graben und sein Erwachsensein von irgendetwas Anderem. Das seinem Alter hinterher hinkende Gesicht der ständige Begleiter. Schlussendlich schafft er es sogar, den Bogen soweit in die Gegenwart zu spannen, dass der Pfeil der Wahrheit die Herzen der Zuschauer durchdringt und ihn blutüberströmt auf der Bühne zurücklässt. Oder auch nicht. Was bleibt ist nichts weiter als die absolute Erkenntnis: Christoph Fritz ist DAS JÜNGSTE GESICHT.

Regie: Vitus Wieser

https://christophfritz.at